Ent-Falten!
Im Alter liegt die Kraft.

Motivierende Kommunikation

Wie sieht es in Unternehmen aus?

„Wer die Ressource Mensch nicht nutzt, schadet Betriebs- und Volkswirtschaft“

Wer keine ĂŒber 45-JĂ€hrigen mehr einstellt oder mit 50+ nur noch an die Rente denkt, richtet damit ĂŒbrigens nicht nur betriebs-, sondern auch volkswirtschaftlichen Schaden an. Dabei werden wir aller Wahrscheinlichkeit viel Ă€lter als Generationen vor uns.

Es lohnt sich die Perspektive zu Ă€ndern! FĂŒr sich selbst und fĂŒr andere.

Erst mal zu den Hintergrundfakten:

Gesundheit-
Mittlerweile ist bekannt, das drei Viertel des Alterungsprozesses umweltbedingt ist, es hÀngt also mehr vom Lebensstil ab, nur ein Viertel ist genetisch verursacht. Spannend hierzu sind auch die neusten Forschungen in USA und Europa von Dr. Sinclair und anderen Wissenschaftlern.

Volkswirtschaft-
Nicht der Anteil der Alten an der Bevölkerung erdrĂŒckt die Volkswirtschaft, sondern der Gesundheitszustand vieler Älterer, die vor dem 65. Geburtstag zu arbeiten aufhören mĂŒssen.

Ursachen-
Seelische PhĂ€nomene wie Streit, fehlende Anerkennung, Mobbing, ĂŒbermĂ€ĂŸiger Leistungsdruck oder Arbeitslosigkeit erzeugen NegativgefĂŒhle. Wer davon betroffen ist, der ist oft auch körperlich und geistig, privat wie auch in der Arbeit beeintrĂ€chtigt, kann somatisch erkranken. Mobbing macht auf Dauer seelisch und körperlich krank. Das etablierte Gesundheitswesen sowohl in den Betrieben als auch im Umfeld ist auf seelische Gesundheit aber lĂ€ngst noch nicht vorbereitet.

 

Manager, die immer noch stĂ€ndig umdisponieren, umstrukturieren und leichtfertig entlassen, haben einen bis zu dreimal so hohen Krankenstand und Fehlzeiten wie langfristig planende Manager. Das mittlere Management ist dabei erheblich gesundheitsgefĂ€hrdeter als seine Mitarbeiter oder die Top-Etage. FĂŒhrungskrĂ€fte ignorieren oft Vorsorge und Heilungsmöglichkeiten. Acht von zehn Managern leiden unter Schlafstörungen, Magenschmerzen und Herz-Rhythmus-Störungen, fanden Forscher der FH Köln heraus. Mit Gesundheitsvorsorge und institutionalisierten RĂŒckkehrergesprĂ€chen hat VW seinen Krankenstand auf 4% halbiert und spart damit rd. 180 Mio Euro ein.

Gerade jetzt, in der Informationsgesellschaft, werden diese PhĂ€nomene noch wichtiger werden. Denn: Je weniger ProduktivitĂ€t von Materie und Maschinen abhĂ€ngt, umso wichtiger wird das geistigimmaterielle Umfeld. Und wenn das nicht stimmt, werden Ressourcen verschwendet. Klarer Fall, das wirkt auf die WettbewerbsfĂ€higkeit des Unternehmens zurĂŒck.

Der Anteil der Mitarbeiter, die innerlich gekĂŒndigt haben, wird (gemĂ€ĂŸ verschiedener Studien u.a. Gallup) in der Wirtschaft auf ĂŒber 40% geschĂ€tzt – eine ungeheuerliche Zahl! Sie liegt teils an den Mitarbeitern selbst, die sich vorzeitig in den gedanklichen Ruhestand begeben haben. Es liegt aber auch an FĂŒhrungskrĂ€ften, die Ältere nicht sinnvoll einsetzen. Die Psychologie lehrt, dass der Mensch keinen Sinn in sich selber findet, der ihn zum Leben motiviert, sondern nur außerhalb seiner selbst in Aufgaben und Personen. Wer Ältere nicht wertschĂ€tzt und aufs Abstellgleis stellt, schneidet sich also ins eigene Fleisch.

Ein Teufelskreis, aus dem es sich nur durch einen Perspektivenwechsel ausbrechen lÀsst.

Einige Unternehmen haben bereits die Zeichen der Zeit erkannt. Bsp: Metro

Perspektive:

Hören Sie mal Ihren Freunden oder – besser noch – sich selbst zu, wenn ĂŒber die eigene Lebenssituation gesprochen wird. Verluste, verpasste Möglichkeiten, sich schließende TĂŒren allerorten. Nach hochgerechneter Lebenserwartung haben wir mit Vierzig noch nicht einmal die Lebensmitte erreicht – und doch soll plötzlich alles vorbei sein? Statistisch gesehen, haben die um 1960 Geborene die Chance, ca. 90 Jahre alt zu werden. Heute geborene können sogar noch Ă€lter, bis 100 Jahre alt werden. Genetisch ist der Mensch sogar darauf angelegt 120 Jahre alt zu werden. 120 Jahre Lebenszeit, Möglichkeiten, Perspektiven! Und was ist? Schon ab Ende 30 geht es los mit der Jammerei vom „rien ne va plus“. Die Außenwelt gibt uns da krĂ€ftig Futter. Werbung, bestimmte Zeitschriften, Photoshop und TV tragen leider dazu bei, das wir kein realistisches, positives Selbstbild im Zusammenhang mit Ă€lter werden haben.

Nehmen Sie bitte ein Maßband:

Rechnen Sie mal mit und stellen Sie sich Ihre Lebenszeit auf einem Maßband vor.

Legen Sie das Maßband vor sich. Nehmen Sie 90 oder 100 cm und schauen es sich an. Das sind die möglichen und wahrscheinlichen Lebensjahre.

Ziehen wir einmal die ersten 15 -25 Jahre ab, in denen wir kaum oder keine Entscheidungen treffen, die Zeit fĂŒr Ausbildung und Schule inkludiert. Schenken wir dann der Werbung, den BoulevardblĂ€ttern und Modemagazinen Glauben, die uns ab Mitte 40 schon fĂŒr alt halten, dann blieben uns gerade mal ca. 15 Jahre fĂŒr aktives Leben, Entwicklung und VerĂ€nderung.

Wenn Sie nun auf Ihr Maßband schauen, sehen Sie das hier etwas nicht stimmen kann.

Wir haben also im Laufe des letzten Jahrhunderts 20 bis 30 Jahre Lebenszeit hinzugewonnen. Mindestens 20 Jahre mehr Leben! Das entspricht der Zeitspanne von der Babywiege bis zum Abitur. Das ist die Dauer von fast drei durchschnittlichen Ehen. Das sind 20 Sabbatjahre! Hunderte Kinoabende, Reisen, Feste und Besuche bei Freunden. Mein Gedanke angesichts dieser Erkenntnis: super! Dennoch: Zwischen 30 und 45, wenn sich die Job-Kinder- Lebenstraum-Fragen geballt stellen, gleicht das Leben vieler Menschen dem von RennmÀusen: immer unterwegs, immer in Eile.

Warum hetzen wir uns eigentlich so ab?

Pessimismus

Eine Eurobarometer-Studie belegt, dass die jĂŒngeren EuropĂ€er deutlich optimistischer auf die nĂ€chsten Monate schauen als ihre Ă€lteren MitbĂŒrger: WĂ€hrend die HĂ€lfte der 15- bis 24-JĂ€hrigen (50 Prozent) auf Verbesserungen der persönlichen Situation hofft, teilen diese positive Zukunftserwartung nur 13 Prozent der ĂŒber 55-JĂ€hrigen. Deutschland gehört im EUVergleich zu den LĂ€ndern, in denen die Bevölkerung am wenigsten optimistisch in die persönliche Zukunft blickt. Nur ein FĂŒnftel (20 Prozent) hĂ€lt eine Verbesserung fĂŒr wahrscheinlich, ein Sechstel (16 Prozent) erwartet, dass sich die Dinge negativ entwickeln. Die große Mehrheit (62 Prozent) geht davon aus, dass sich die eigene Lebenssituation weder zum Positiven noch zum Negativen verĂ€ndern wird.

Doch woher kommt dieser Pessimismus?

Der Wirtschaftsjournalist Erik HĂ€ndeler hat es in seinem Buch „Die Geschichte der Zukunft“ analysiert. Sein Befund:

Wir befinden uns im Umbruch zwischen zwei Kondratieff-Zyklen, in denen verschiedene Erfolgsmuster gelten. Unsere alten Unternehmensstrukturen lösen sich auf. Doch die neuen sind noch nicht gefunden. Wir wissen zwar, wie wir Mitarbeiter technisch vernetzen, aber wir sind schlecht auf die Anforderung vorbereitet, Beziehungen produktiv zu gestalten. Die Suche nach Konzepten fĂŒr die UnternehmensfĂŒhrung in der Kommunikationsgesellschaft hat begonnen.

Die Menschen werden sich aber noch lange schwer damit tun, die notwendige Freiheit des Informationsarbeiters konstruktiv einzusetzen. Kein Wunder: Die Menschen der Industriegesellschaft sind dieselben geblieben. Sie Ă€ndern ihr eingefahrenes soziales Verhalten langsamer als man ihre Betriebsorganisation samt Spielregeln verĂ€ndert. Die Folge: Verunsicherung, innere KĂŒndigung, Burn-out und Angst – das volle Programm. Wir sprachen bereits davon.

Meine Botschaft an die Management-Etagen wie auch an die Mitarbeiter: Schluss damit. Wir mĂŒssen lernen, 40 plus als Chance zur VerĂ€nderung zu begreifen.

Wir mĂŒssen verstehen, dass es auch jenseits der magischen Altersgrenze Bewegung gibt, dass es in unserer Hand liegt, neue Sichtweisen zu entwickeln, neue Potenziale auszuschöpfen, neue Chancen zu entdecken – und sie auch zu nutzen. Auch – und vielleicht gerade in den Vierzigern – liegen enorme Chancen zum Wandel.

Ent-Falten Sie sich. So denken Sie sich fit!

Wie viel Einfluss hat jeder selbst darauf, ob man „happy-well“, also glĂŒcklich und gesund, oder „sad-sick“, also kauzig und krank, alt wird?

„Konkrete Lebensziele entwickeln sich aus gedachten LebensentwĂŒrfen“, sagt der Entwicklungspsychologe und Gesundheitsexperte Dr. Toni Faltermaier von der UniversitĂ€t Flensburg. Wir brauchen positive EntwĂŒrfe vom Leben nach dem Erwerbsleben. Im Moment gibt es davon in Bezug auf das Altern wenige. Und die wenigen, die es gibt, zeichnen meist Horrorszenarien: Sie zeichnen eine Gesellschaft, die mit „Vergreisung“, „Überalterung“, „Pflegenotstand“ und einem „Rentenloch“ zu kĂ€mpfen haben wird.

Unsere Zukunft ist das, was wir von ihr denken!

Die Vorstellung von unserer Zukunft ist die Grundlage fĂŒr unsere Lebensgestaltung im wirklichen Leben. Was wir von unserem Leben erwarten, entscheidet darĂŒber, wie wir unser Leben planen, was wir uns selbst zutrauen, welche politischen Ideale und Maßnahmen wir wichtig und erstrebenswert finden. Unsere Annahmen ĂŒber die Zukunft gestalten diese Zukunft maßgeblich mit. Wie unser Leben als potenziell langlebige Menschen aussehen wird, hĂ€ngt also sehr von den Bildern und Vorstellungen ab, die wir ĂŒber das Älterwerden haben.

Wie aber können wir uns gelassen Àlter denken?

Jedenfalls nicht durch blindwĂŒtigen Jugend- Aktionismus. Denn das vorab: Nicht alles fĂŒhrt zum Ziel. Glauben Sie mir: Nur allzu hĂ€ufig kehren sich vielfach praktizierte VerjĂŒngungstherapien ins Gegenteil um.

Ab 45 tĂ€glich joggen? Neue, hĂ€ufig wechselnde oder deutlich jĂŒngere Partner?

Power-DiĂ€ten und Jahreskarte fĂŒrs Fitness- Studio?

Vergessen SieÂŽs!

Störungen, Krebs, Diabetes, Übergewicht, RĂŒckenschmerzen, Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen sind nicht naturgegeben, sondern die Folge einer Lebensweise, fĂŒr die wir nicht konstruiert sind. Wir sind innerhalb eines Menschenalters vom Muskel- zum Nervenarbeiter mutiert. Den tagtĂ€glichen Stress körperlich zu verarbeiten, wie wir es als SavannenlĂ€ufer in der Jungsteinzeit gewohnt waren – angreifen und den Kunden verprĂŒgeln, weglaufen und einfach aus dem Besprechungszimmer flĂŒchten – ist im BĂŒro kaum angebracht.

Zwischenzeitig ist der Selbst-Unternehmer zum Leitbild in der Gesundheits-Ökonomie geworden. Gesundheits-Investitionen werden als Investment in die Ich-AG begriffen. Es ist daher nur logisch, dass in den USA Übergewichtige ihre DiĂ€t als medizinische Sonderausgabe von der Steuer absetzen können. In Deutschland wurde bereits gefordert, dass Übergewichtige höhere BeitrĂ€ge in die Krankenversicherung zahlen.

Wer auf sich hĂ€lt, investiert also eifrig in seinen Körper: die Investitionen in Wellness- Programme, in „gesunde“ Sportarten, in Anti-Stress-Management und in Workouts, in Power Food und Vitamin- Cocktailsnehmen stetig zu. Forever Young wird zum Mantra der alternden Gesellschaft. Dieser Wert wird in Gesundheits- Tempeln, Anti-Aging-Farmen und auf Laufpfaden inszeniert

Der Kampf gegen das Altern wird mit allen Mitteln aufgenommen, von Frauen wie – immer stĂ€rker – auch von MĂ€nnern. Die Zahl der Schönheitsoperationen steigt um 10-15%, in Österreich unterziehen sich 40.000 Menschen jĂ€hrlich einer kosmetischen Operation.

Dieses PhĂ€nomen ist selbst in der Politik angekommen. Schwelte einst die Diskussion, ob Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder die Haare nun gefĂ€rbt habe oder nicht, so gibt es heute mit dem ehemaligen italienischen MinisterprĂ€sidenten Silvio Berlusconi einen bekennenden Nutzer der modernen Schönheitschirurgie. Ex- Außenminister Joschka Fischer machte mit seinem Marathon-Eifer Schlagzeilen und gab das Vorbild ab fĂŒr eine ganze Nation.

Der Jugendkult ist eine erfolgreiche Massenveranstaltung zur Herstellung einer unglĂŒcklichen Gesellschaft – denn jung ist man nur ganz kurze Zeit. Klar, Jogger versichern, das alle mache ihnen wahnsinnig Spaß, doch wirkliche Lebensfreude strahlen sie meist nicht aus. Die ausgeschĂŒtteten Morphine, die nur die Überbeanspruchung ĂŒberdecken, haben nichts mit Fun, allenfalls mit dem Vollrausch des Alkoholikers zu tun. Das Weglaufen vor Alter, Leiden und Tod birgt einige Risiken und Nebenwirkungen.

Das Problem dabei ist nĂ€mlich: Gesundheit und Ausdauer haben rein gar nichts mit den Werbespots zu tun oder den ewig jungen Fitness-JĂŒngern, die den Arbeitsstress in den Feierabend verlĂ€ngern. Neue geschĂ€ftstĂŒchtige Fitnessangebote kommen wöchentlich auf den Markt und signalisieren damit, wie wirkungslos diese Schinderei ist. Im Gegenteil: Schnelles Joggen und Leistungssport produzieren freie Radikale, also Abfallprodukte des Stoffwechsels, die das Immunsystem und die Zellen schĂ€digen und das Altern beschleunigen.

Besser souverÀnes Altern statt stÀndiger Aktionismus

Nach dem ersten, motivierenden Kick geht es folglich schneller abwĂ€rts, als es uns lieb sein kann. JĂŒngere Partner lassen uns den Altersunterschied verdammt schnell spĂŒren. Jogging-Marathons bescheren meist nicht nur Muskel-Kater. Alles, was Sie ĂŒbers Knie brechen, wird Sie total auspowern. Nach einem kurzen Kick in die Traumwelt des Jungseins verfallen die meisten wieder in alte Lebensgewohnheiten, Bilder und GefĂŒhlswelten.

Einmal Jugendwahn und zurĂŒck – die RealitĂ€t hat uns wieder.

Verstehen Sie mich nicht falsch.

NatĂŒrlich ist es gut, wenn Sie Sport treiben, sich bewegen oder etwas fĂŒr Ihr Äußeres tun. Selbst wenige Meter in Turnschuhen sind allemal besser als ein Abend auf dem Sofa oder am Schreibtisch. UnterstĂŒtzen Sie Ihren Körper dabei, jung zu bleiben, aber ĂŒberfordern Sie ihn nicht. Realisieren Sie, dass Sie 90 oder 100 Jahre alt werden, aber auch, dass Sie bereits morgen tot umfallen können. Die Zeitspanne, bis es soweit ist, sollten Sie aber nicht in Sorgen und UntĂ€tigkeit verharren. Leben Sie. Und zwar jetzt! Machen Sie einen Plan!

Augen auf – und Sie werden das Leben neu entdecken

Entdecken Sie neue Perspektiven oder schaffen Sie sich welche. Halten Sie die Augen offen und blicken Sie ĂŒber den Tellerrand.

Noch vor kurzem hat man Ältere als Kukident- Generation belĂ€chelt, als Grufties und Kompostis – sie galten als Synonym fĂŒr Entschleunigung, als Bremser der Turbo- Gesellschaft. Das wird morgen schon anders sein.

Die Neuen (immer mobileren und gebildeteren) Älteren werden nicht nur zum Katalysator von Wirtschaft und Politik, sie werden auch zum TrĂ€ger von Innovationen, von Produkt- wie auch von sozialen Innovationen. Die allmĂ€hlich alternden Baby Boomer wissen: ein aktiver Lebensstil ist Leitbegriff des „erfolgreichen“ Alterns. Lebenslanges Lernen, Investments in die Gesundheit, körperliche und geistige Fitness sind eine Voraussetzung, um die Existenz auch im Alter absichern zu können.

Sie mĂŒssen nicht ins Pflegeheim. Sie mĂŒssen nicht am Herzinfarkt sterben. Sie mĂŒssen nicht stehen bleiben. Hören Sie auf, sich mit dem Gedanken zu hypnotisieren, wie sich der Status quo erhalten lĂ€sst. Es kommt, wie es kommt – und Sie werden Ihren Weg finden.

Sie werden sehen: HinterÂŽm Horizont geht ÂŽs weiter. Versprochen.

Kein Zweifel, ab 40 kommen die ersten Einschnitte und es hilft nicht, die Augen zu verschließen. Wir mĂŒssen unsere Sichtweise verĂ€ndern, einen neuen Blickwinkel einnehmen.

Was heißt das konkret?

Die neuen Alters-Weisheiten: Weg mit dem Frust, her mit der Lust am Leben

1. Werfen Sie „Men®s Health“, „Vogue“ und „Brigitte“ weg oder lesen Sie sie mit anderen Augen.

2. Zappen Sie weiter, wenn Werbung lÀuft

3. Verzichten Sie auf zu viel TV, es tut Ihnen nicht gut.

4. Gehen Sie raus ins Leben.

5. Schauen Sie aus dem Fenster und sehen Sie, was es zu entdecken gibt.

6. Freuen Sie sich an dem, was Sie sehen – und wenn es nur ein GĂ€nseblĂŒmchen, ein perfekt gespitzter Bleistift oder ein wolkenloser Himmel ist.

7. Bewegen Sie sich – gleichmĂ€ĂŸig und stetig – ohne sich auszupowern. Nicht der Marathonlauf ist das Ziel, sondern ein durchweg bewegtes Leben. Schnippen Sie mit den Fingern telefonieren Sie im Stehen, gehen Sie beim ZĂ€hneputzen in die Abfahrtshocke – und Sie haben mehr fĂŒr sich und Ihre Gesundheit getan als im Fitness- Studio. FĂŒnf je fĂŒnf Sekunden lange Übungen tĂ€glich reichen aus, den altersbedingten Muskelschwund zu verhindern. Das sollte doch zu leisten sein, oder nicht?

8. Lernen Sie von den Jahreszeiten in der Natur.

FrĂŒhling, Sommer, Herbst und Winter – jede Saison hat ihre Schönheiten und Reize. Keine kann ohne die andere existieren. Jede Jahreszeit hat ihren Sinn fĂŒr die gesamte Entwicklung. Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen. Denn als ĂŒber 40- JĂ€hrige braucht niemand ĂŒber den Herbst nachzudenken, sie befinden sich im Sommer, mittendrin. Erinnern Sie sich: Auch als heute ĂŒber 40-JĂ€hrige können Sie 90, 100 Jahre alt werden. Vielleicht erleben Sie einen kurzen Wintereinbruch. Alles ist verloren gegangen: die Partnerschaft, der Job, das Ersparte … Aber… hallo! Sie machen gerade nur Pause.

Schauen Sie sich die Pflanzen an. Im Winter erholen sich die KrĂ€fte der Natur, um im FrĂŒhjahr erneut austreiben und knospen zu können. Ohne Winter kein FrĂŒhling. Ohne Ruhepause kein Baum, der sich erfolgreich gegen Ungeziefer und Pilzbefall wehrt. Ohne Wintergrau kein FrĂŒhlingsgrĂŒn. Vielleicht geht es nicht mehr so weiter wie bisher. Doch dies bedeutet nicht, dass es danach schlechter als zuvor sein wird.

Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Eine der schlimmsten Erfahrungen, die man im Leben machen kann, ist die Arbeitslosigkeit – und das, was danach kommt.

Hartz IV, sozialer Abstieg, Selbstzweifel, Entmutigung. Mit einer guten Idee und viel Engagement haben es zwei Arbeitslose geschafft, dieser Spirale zu entkommen. Sie erfanden das Sparkochbuch – ein Verkaufshit, der Ihnen Ansehen und Geld einbrachte.

Leben von (zu dem Zeitpunkt) 4,33 Euro am Tag, pro Person, das scheint fĂŒr einen Otto Normalverbraucher unmöglich. Können Sie sich vorstellen, fĂŒr Kleidung, Stromkosten und Lebensmittel genau die- 14 sen Betrag zur VerfĂŒgung zu haben? Diese Frage stellten sich die beiden arbeitslosen FamilienvĂ€ter Uwe Glinka und Kurt Meier, als sie vom Arbeitslosengeld in Hartz IV rutschten. Trotz BemĂŒhungen war es ihnen nicht gelungen, eine Arbeit zu finden. “Zu alt!”, war das Credo der potentiellen Arbeitgeber. AnfĂ€nglich fĂŒhrten sie kein leichtes Leben. Beim ĂŒblichen Hartz IVSatz blieb vieles auf der Strecke. Oft blieb am Ende des Monats die KĂŒche kalt!

Kurt Meier und Uwe Glinka sahen sich mit der harten Hartz IV-RealitĂ€t konfrontiert. Aber sie steckten die Köpfe nicht in den Sand! Ihre Idee: das Sparkochbuch! Aufgewachsen in der Nachkriegszeit, entsannen sie sich der Schwierigkeiten der MĂŒtter, in schweren Zeiten ihre Kinder satt zu bekommen. Auf Anfrage sendete der Verband der Landfrauen ĂŒber 300 Rezepte an die beiden MĂ€nner. Uwe Glinka und Kurt Meier machten sich auf den Weg. Sie rechneten und kalkulierten, das Einkaufen wurde zur Nebensache. Endlich war es soweit. Sie konzipierten eine BroschĂŒre mit genauen Preisen und Mengenangaben. dann kam GĂŒnther Jauch. Der Moderator von Stern TV war begeistert von der Idee der beiden Hartz IV-EmpfĂ€nger und lud sie zu sich in die Sendung ein. Der Erfolg war ĂŒberwĂ€ltigend. Plötzlich war die Idee in aller Munde! Die BroschĂŒre verkaufte sich innerhalb eines Jahres ĂŒber 10.000 mal. Dazu wurde sie noch 1,5 Millionen Mal aus dem Netz bei Stern TV kostenlos heruntergeladen. In dem kleinen Heft war nur ein Bruchteil der Rezepte verwendet worden. Also entschlossen sich die beiden Autoren, ein weiteres Buch zu schreiben: Das Sparkochbuch! Aus einer ausweglos scheinenden Situation wurde ein persönlicher und kommerzieller Erfolg.

Um eine neue Perspektive zu entwickeln, muss es nicht der Bestseller sein.

‱ Lernen Sie eine neue Fremdsprache.

‱ BeschĂ€ftigen Sie sich mit neuer Software.

‱ Probieren Sie ein neues Hobby aus.

‱ Unternehmen Sie mit Ihrem Partner endlich wieder einmal das, woran Sie frĂŒher so viel Spaß hatten!

‱ Holen Sie VitalitĂ€t und Lebendigkeit und Dynamik wieder ins eigene Leben zurĂŒck! Machen Sie PlĂ€ne!

‱ Entdecken Sie Neues!

‱ Bereiten Sie Anderen und sich selbst eine Freude!

‱ Denken Sie daran, dass Sie 90 werden können.

‱ Und entdecken Sie wieder Ihre Kinderschuhe.

‱ Gut, vielleicht mĂŒssen Sie einen anderen Job machen.

‱ Wer weiß, vielleicht wechseln Sie den Wohnort.

Solange Sie nicht an alten Mustern festhalten, öffnen sich neue TĂŒren ganz von selbst.

Jaja, werden jetzt manche von Ihnen sagen. Alles schon gehört, kalter Kaffee, das funktioniert ja sowieso nicht usw. usw. FĂŒr alle Zweifler unter Ihnen habe ich eine ermutigende Nachricht aus der kognitiven Verhaltenstherapie. Und es geht doch – Sie mĂŒssen es nur wollen!

Die Erkenntnis: Sie, ich, jeder von uns kann entweder unangemessene Reaktionen produzieren, aus einem Problem auch mehrere Probleme machen, uns selber auf den Weg der SelbstbeschĂ€digung fĂŒhren. Wir können aber auch – aufgemerkt, jetzt kommt die positive Botschaft: Wir können aber auch bei entsprechender Wahrnehmung und Bewertung bestimmter Ereignisse solche GefĂŒhle in uns wachrufen, die unserer Lebenssituation förderlich sind.

Ob das funktioniert, hĂ€ngt vom Zusammenspiel zwischen Großhirn und limbischem System ab. Das Großhirn ermöglicht, dass wir wahrnehmen und mentale Abbilder von uns selbst und der Umwelt bilden. Es macht uns möglich, zu denken. Das limbische System liegt darunter, es erzeugt unsere emotionalen ZustĂ€nde und Reaktionen, nicht aber deren Art. Die Richtung der GefĂŒhle bestimmt das Großhirn.

Es ist sozusagen der „KapitĂ€n“, der an den Steuermann – das limbische System – weitergibt. Nehmen wir an, Sie begegnen einem BĂ€ren. Hat das Großhirn entschieden, dass er gefĂ€hrlich ist, werden Sie sich ungemĂŒtlich fĂŒhlen. Entscheidet das Großhirn „keine Gefahr, es ist ein zahmer TanzbĂ€r“, erhĂ€lt das limbische System andere Signale und Sie werden das Tier allenfalls putzig finden. Da Denken und Sprache einen engen Zusammenhang aufweisen, ist es also bereits entscheidend, was Sie denken. „BĂ€r“ oder „SchoßhĂŒndchen“ lösen unterschiedliche Reaktionen und GefĂŒhle aus. Und so, wie Sie sich selbst denken, so werden Sie sich auch fĂŒhlen.

Denken Sie sich also neu. Ent-Falten Sie sich und werden Sie „endlich Ă€lter!“ im besten Sinne des Wortes.

Die Perspektiven sind nicht die schlechtesten. Zum Beispiel sind Ältere konsequenter, wenn es um das Einhalten guter VorsĂ€tze geht.

Wie Studien belegen, hat das Alter Einfluss, was die Konsequenz bei guten VorsĂ€tzen angeht. So scheitern JĂŒngere fast doppelt so oft an ihrem “inneren Schweinehund” wie die Vertreter der Best Ager. Eine Untersuchung im Auftrag der HORNBACH- Gruppe fand heraus, dass bei den 14-29 JĂ€hrigen mehr als die HĂ€lfte innerhalb von 12 Monaten an ihren persönlichen Vorhaben gescheitert ist. Dagegen sind es bei den Best Agern gerade mal knapp ein Drittel.

Ältere wĂŒnschen besser. Sie haben realistische Visionen, trĂ€umen von geistiger Fitness, Bindung im Familien- und Freundeskreis, vom Sich-Frei-FĂŒhlen von Sorgen und von Gesunderhaltung. Das sind WĂŒnsche mit Bodenhaftung. Es liegt nur an Ihnen, sie zu verwirklichen.

Ältere haben genauso TrĂ€ume und Wunschvorstellungen fĂŒr ihre Zukunft wie jede andere Altersgruppe. Dabei konzentriert es sich bei ihnen jedoch auf mehr Freude am Leben und dabei geht es im wahrsten Sinne des Wortes um das WohlfĂŒhlen in der eigenen Haut und den eigenen vier WĂ€nden. Die drei wichtigsten WĂŒnsche an ihre weitere Zukunft sind, wie eine Studie herausfand: Geistig fit bleiben (100%). sorglos und finanziell abgesichert sein (97%) und dauerhafte Bindung im Familien und Freundeskreis erhalten (93%). Professor Dr. W. Opaschowski kommentiert in dieser Studie der BAT Stiftung fĂŒr Zukunftsfragen: „Nicht Traumschiffe und Traumreisen stehen bei den Älteren im Zentrum ihrer WĂŒnsche, sondern geistige Fitness, soziale Kontakte und materielle Sicherheit. Letzteres hat wenig mit Wohlstand oder der AnhĂ€ufung materieller GĂŒter zu tun. Es geht mehr um die Freiheit von Geldsorgen und ExistenzĂ€ngsten.

Mit um oder ĂŒber 40 machen Sie einfach nicht mehr die Fehler, die Sie in Ihrer Sturm-und-Drang-Zeit begangen haben. Sie haben Erfahrungen gesammelt, wissen jetzt deutlich besser, wo es langgeht, worauf es ankommt, was wirklich wichtig und was nebensĂ€chlich ist.

Ich habe es einmal in der Zahlenkunde nachgelesen: 40 ist die Symbolzahl der PrĂŒfung, BewĂ€hrung, der Initiation, aber auch fĂŒr den Tod. Als die verzehnfachte Vier steht sie fĂŒr Vollkommenheit. Viele Tempel der Antike hatten 40 SĂ€ulen, so z. B. in Persien oder bei den Kelten. In Mesopotamien trug Ea, die Gottheit des Lebens, des Wassers und der Flut, die Symbolzahl 40. In Ägypten plante man nach einem astrologischen Vierzigerschema das Erntekalendarium, ebenso wie im antiken Griechenland.

Im Neuen Testament lehrte der auferstandene Christus 40 Tage lang seine JĂŒnger ĂŒber das Reich Gottes und wurde dann in den Himmel auf den Platz „zur Rechten Gottes“ erhoben. Im Christentum wĂ€hrt daher die Freudenzeit von Ostern bis Himmelfahrt 40 Tage. Das Mindestalter fĂŒr den BundesprĂ€sidenten Deutschlands ist im Grundgesetz auf 40 Jahre festgelegt. Es ist damit rechtlich gesehen ein Alter, das eine gewisse Reife erwarten lĂ€sst.

Das sind doch Beispiele, die uns Mut machen sollten. Mit 40 geht es richtig los!

Übrigens: Die Schwangerschaft dauert beim Menschen 40 Wochen. Ist das nicht Grund genug, mit 40 Jahren mit neuen Ideen schwanger zu gehen?

Selftalk und Umgang mit sich selbst:

1. Power of Words – Achten Sie auf das was Sie ĂŒber sich selbst sagen. Insbesondere im Zusammenhang mit „Ich bin, Ich werde…“

2. Beginnen Sie den Tag mit positiven Worten zu sich selbst (Blick in den Spiegel- ohne Kritik)

Mirror Work/ Spiegel Arbeit – 30 Tag

SouverÀn Àlter werden in 10 Schritten

1. Machen Sie die Krise zur Chance!

Sie sitzen mal wieder richtig tief im Loch? Sie haben keine Perspektive und fĂŒhlen sich so richtig alt und verbraucht? Höchste Zeit, um neu anzufangen und von der Natur zu lernen. Keine Jahreszeit hört von jetzt auf gleich auf. Doch nach dem Winter geht es in den FrĂŒhling, in die neue Kraft. Nach jeder Nacht folgt der nĂ€chste Tag.

Das eine bereitet stets das Andere vor. Nach dem Frust kommt die neue Lust am Leben.

Jede Krise ist eine Chance, die uns einen Schubs zum Wandel erteilt.

Ein Impuls, den Sie nutzen sollten. Aber Vorsicht: Erwarten Sie nicht das Heil vom Universum oder den Sechser im Lotto, das könnte ins Auge gehen.

2. Schluss mit Jammern!

Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse belegen eindeutig, dass die Dinge und Erfahrungen die wir aktivieren, auf Dauer gefestigt werden. Wenn wir uns also vor allem mit dem Schmerzhaften, mit der Sackgasse beschÀftigen und dieses wieder und wieder aktivieren, dann wird dieses Muster gefestigt.

BeschÀftigen wir uns stattdessen mit der Lösung, dem Leichten, der Vision, dann differenzieren sich eben diese Muster aus und stabilisieren sich. Diese Erkenntnis hat sich leider in weiten Bereichen der Psychotherapie noch nicht herumgesprochen. Wir erschaffen uns unsere Welt, je nachdem in welche Richtungen wir uns ausrichten und fokussieren.

Eine weitere Erkenntnis ist, dass Lernen dann umso effektiver stattfindet, je stĂ€rker eine Person emotional involviert ist. Das bedeutet, daß ich die (Lösungs) Vision auf verschiedenen Erlebensebenen aktiviere: “Wie wĂŒrden Sie denken, wenn XY eingetreten wĂ€re? Wie wĂŒrden Sie fĂŒhlen? Wie wĂŒrden Sie sich bewegen? Wie wĂ€re die Körperkoordination? Wie wĂ€ren die Empfindungen im Körper? FĂ€llt Ihnen eine Melodie dazu ein oder ein Ton? Je emotionaler, je involvierter, engagierter, desto mehr “brennt” sich die Erfahrung ein – eine Erfahrung, die sich sogar neurologisch und auf der Ebene des Neurotransmitterstoffwechsels nachweisen lĂ€sst.

Hören Sie also auf zu jammern.

Stoppen Sie den Film, der in Ihrem Kopfkino lÀuft.

Hören Sie auf die negativen Gedanken in Ihrem Kopf – und schalten Sie sie dann ein fĂŒr allemal ab!

Finden Sie zunĂ€chst heraus, was in Ihren eigenen Denkmustern schief lĂ€uft, wo Sie sich selbst Barrieren aufbauen, wo es klemmt. Schauen Sie sich um in der Videothek in Ihrem Kopf und prĂŒfen Sie, ob Sie immer in die Krimi- oder in die Romantik- Abteilung greifen. Alte Gewohnheiten setzen uns Grenzen, wir sitzen im geistigen Haus – ob es mit oder ohne Garten ausgestattet ist, hĂ€ngt allein an Ihren Vorstelllungen.

Lassen Sie los, denn festhalten ist das Hauptproblem. Beobachten Sie sich also eine Woche lang ganz genau und schreiben Sie auf, was Sie mit sich selbst erlebt haben. Hören Sie sich genau zu: Mit welchen Wörtern beschreibe ich mich selbst, wie beschreibe ich mich? Wo sind die Negativ- Botschaften? Schreiben Sie eine Woche lang und analysieren Sie dann, wo die grĂ¶ĂŸten Schwachstellen in Ihren Gedankenmustern lauern. Schalten Sie sie einfach ab, die lieb gewonnene Routinen und öffnen Sie neue Schubladen. Machen Sie Schluss mit den Filmen im Kopf. Löschen Sie die alte Festplatte – komplett. Vernichten Sie die abgenudelte „Ich bin alt“-DVD und legen Sie eine neue Platte auf.

Geben Sie Ihren neuen Bildern im Kopf neue Untertitel und lernen Sie von den Top-Sportlern, die ihre inneren Filme kontrollieren. Spielen Sie Sebastian Vettel und denken Sie sich zum Weltmeister. Machen Sie es Matthias Steiner nach und stemmen Sie sich aus der Krise.

Erzeugen Sie ein Selbstbild, das motiviert.

Entwickeln Sie Visionen, was Sie erreichen wollen.

Kitzeln Sie verschĂŒttete WĂŒnsche wieder wach.

Dann sind Sie bereit fĂŒr Schritt 3: die Zen Habits.

3. Entwickeln Sie Zen Habits!

Haben Sie schon einmal ernsthaft mit „Entschleunigung“ beschĂ€ftigt? Nein? Keine Zeit fĂŒr solche verrĂŒckten Ideen? Dann ist es höchste Eisenbahn, dass Sie damit anfangen. Der Wunsch nach Entschleunigung ist nĂ€mlich bereits zu einem generationsĂŒbergreifenden PhĂ€nomen geworden. Dies belegen die Ergebnisse einer Studie des Magazins Reader’s Digest. Die Beschleunigung in allen Bereichen des Lebens wird demnach durchweg kritisch bewertet. 85 Prozent der ĂŒber 45-JĂ€hrigen und 79 Prozent der JĂŒngeren fĂ€nden es gut, wenn alles etwas bestĂ€ndiger wĂ€re.

Der US-amerikanische Autor und Journalist Leo Babauta hat aus dieser Erkenntnis eine Philosophie gemacht. Seine Idee der „Zen Habits“ ist eine Anleitung zum glĂŒcklicher sein. Immer nur eine Gewohnheit verĂ€ndern, so lautet seine Devise, denn nur so lassen sich verkrustete Gewohnheiten wirklich lösen. Nur so kann Neues Raum finden in unserem Kopf. Aus jahrelanger Erfahrung entwirft er ein Programm, das auch Ihnen helfen kann, Denkblockaden zu lockern und eine neue Haltung zu Ihrem Lebensalter zu entwickeln.

Setzen Sie sich ein Ziel und definieren Sie zehn Gewohnheiten, um das Leben zu vereinfachen und in den Griff zu bekommen.

Sie kennen das. Je man Ă€lter, desto eher neigt man dazu, sich zu große Dinge vorzunehmen. HĂ€ngen Sie die Messlatte ein wenig tiefer. Machen Sie es sich einfach und wĂ€hlen Sie einen klaren, einfachen Weg statt komplizierter Vorgehensweisen.

Lernen Sie aus der Motivationspsychologie und planen Sie eine Änderung der kleinen Schritte. Nehmen Sie sich so wenig wie möglich vor – ja, Sie haben richtig gehört – und suchen Sie sich eine, nur EINE!, Gewohnheit heraus. Üben Sie diese 30 Tage lang. Das klingt einfach.

Doch wenn Sie sich wirklich konsequent daran halten, ist es eine Aufgabe, die Sie beschĂ€ftigen wird. GewohnheitsĂ€nderungen sind nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Wenn sie erfolgreich sein sollen, bedarf es einer Menge Energie. Die gute Botschaft: das innere Potenzial dazu haben wir immer in uns, wir mĂŒssen es uns nur neu erschließen und es ohne Vorbehalte auszuprobieren. Wie das funktioniert, können wir von Kindern lernen.

KĂŒmmern Sie sich also auch erst dann um die weiteren Ziele, wenn Sie das erste neue Muster, die erste neue Gewohnheit zuverlĂ€ssig in Ihr Denkrepertoire aufgenommen haben.

4. Suchen Sie sich Vorbilder!

Sagen Sie tschĂŒĂŸ zu den alten Negativbeispielen und suchen Sie sich positive Vorbilder.

Arnold Schwarzenegger mutierte mit 56 vom Terminator zum Politiker. Helmut Schmidt schrieb mit 90 noch BĂŒcher. Picasso, Heidi Kabel, Hildegard Hamm-BrĂŒcher, Inge Meysel und viele Andere haben sogar im hohen Alter vital agiert oder gar etwas Neues begonnen. Und das sollten Sie mit 40 nicht mehr können? Das wĂ€re doch gelacht.

 

5. Setzen Sie positive Anker!

Entwickeln Sie positive Rituale, der Sie in einen positiven Zustand versetzen – körperlich, geistig, seelisch. Ob Sie sich einen Begirff oder eine Farbe denken, ob Sie singen, tanzen oder sich an einen bestimmten Augenblick erinnern, ist dabei völlig gleichgĂŒltig. Hauptsache, Sie ĂŒbertönen den kleinen Mann oder die kleine Frau in Ihrem Ohr, die Ihnen Ihr Alter vermiesen.

Nicht zufĂ€llig werden Sprich- und Dankesworte, Alltagssymbole, Gebets-, Essens- und BegrĂŒĂŸungsriten so hĂ€ufig eingesetzt.

Sie setzen den Ton, geben eine Stimmung vor. Das können Sie auch – vorausgesetzt, Sie schalten Ihre bisherige innere Stimme ab.

6. Suchen Sie sich UnterstĂŒtzung!

GrundsÀtzlich gilt: Nehmen Sie Ihr Vorhaben ernst. Zum Beispiel, indem Sie es öffentlich machen oder die erzielten Fortschritte protokollieren. ErzÀhlen Sie es Freunden und Bekannten, schreiben Sie sich selbst eine Reminder-eMail.

Schreiben Sie sich selbst eine AuftragsbestĂ€tigung fĂŒr Ihr Vorhaben und halten Sie sich an den Vertrag, den Sie mit sich geschlossen haben.

Richten Sie sich dazu gleich ein Belohnungs- Konto ein, auf das Sie Geld einzahlen, wenn Sie etwas erreicht haben. Und nicht vergessen, sich von dem erzielten Betrag etwas Schönes zu gönnen.

Denken Sie an Ihr Ziel und lassen Sie sich durch Misserfolge nicht ins Bockshorn jagen. Wie lange haben Sie gebraucht, um Ihre Denkmuster aufzubauen? Jahre. Geben Sie sich selbst also ein paar Wochen, um Sie endgĂŒltig zum Teufel zu jagen.

7. Bleiben Sie gelassen!

Erfolgreiche Tiere dösen und jagen nur dann, wenn Sie Hunger haben, davor bewahren sie Ruhe und Gelassenheit. Nehmen Sie sich daran ein Beispiel. „GutÂŽ Ding will Weile haben“, lautet ein Sprichwort, „Wenn das FrĂŒhjahr kommt, wird das Gras von selbst grĂŒn“ ein zweites. Was spricht dagegen, sich diese Haltung zu Nutze zu machen?

Alles im Leben Ă€ndert sich, wir leben in der VerĂ€nderung, nichts steht still. Alles ist im Fluss. Wasser fließt, die vier Jahreszeiten kommen und gehen. Die Witterung ist stĂ€ndig in Bewegung. Es gibt viele Zeichen dafĂŒr, dass nichts so bleibt wie es ist. Warten Sie ab – und kochen Sie sich in der Zwischenzeit eine gute Tasse Tee.

8. Verzweifeln Sie nicht an RĂŒckschlĂ€gen!

Ich weiß nicht, wie viele DiĂ€ten wegen plötzlicher Heißhunger-Attacken abgebrochen werden. Es dĂŒrften etliche sein. Auch bei einer VerhaltensĂ€nderung ist mit RĂŒckschlĂ€gen zu rechnen. Lassen Sie sie zu und verzweifeln Sie nicht daran.

Werfen Sie die Flinte nicht ins Korn, sodern verĂ€ndern Sie die Taktik. Andere machen es genau so. Fliegen fliegen so lange gegen Fenster, bis sie die geöffnete Seite finden. Die chinesische Medizin nutzt variable KrĂ€utermischungen und passt Zutaten und Methodik dem Heilungsprozess an. Ändern auch Sie Methode und Zeitpunkt – so lange, bis Ihre Strategie zum Erfolg fĂŒhrt.

9. Leben Sie ganzheitlich!

Und noch etwas: VerĂ€nderungen beginnen im Kopf. Aber sie hören dort nicht auf. ErnĂ€hrung, Gesundheitsvorsorge, Bewegung – auch das sind wichtige Hebel, mit denen wir die richtigen Weichenstellungen vornehmen können. Die Neurophysiologie lehrt, dass physische, körperlich positive Erfahrungen im VerĂ€nderungsprozess die Hirnstrukturen und Neurotransmitter nachhaltig verĂ€ndert.

Insofern haben auch QiGong und TCM etwas mit Ihrer Lebensfreude und Ihrem gefĂŒhlten Alter zu tun.

ÜberprĂŒfen Sie einmal Ihre ErnĂ€hrungsgewohnheiten. Was essen Sie – und vor allem wie? Essen Sie zu schnell, zu unbewusst, zu heiß, zu kalt? Können Sie sich wirklich an den Geschmack des letzten Mittagessens erinnern? Wann haben Sie Ihren Körper das letzte Mal richtig gespĂŒrt? Blockiert die Verspannung vielleicht Nacken UND Geist?

10. VerĂ€ndern Sie den Maßstab!

Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die uns die schönsten Augenblicke schenken. Eine frisch erblĂŒhte Rose, ein Kind auf der Schaukel, ein Sonnenstrahl auf dem FrĂŒhstĂŒckstisch.

Lernen Sie die Schönheiten des Alltags neu entdecken und freuen Sie sich an allem, was Sie vor lauter Hektik und Jammertal so lange ĂŒbersehen haben. Haben Sie einmal beobachtet, wie lange ein KĂ€fer kĂ€mpft, um vom RĂŒcken wieder auf die FĂŒĂŸe zu kommen? Auch Sie sind zu dieser Leistung fĂ€hig, Sie mĂŒssen es nur wollen.

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Jetzt liegt es an Ihnen, was Sie daraus machen!

Leben Sie 40/50+!
Ent-Falten Sie sich, denn in Ihrem Alter liegt die Kraft!
Das ist der springende Punkt! Werden Sie mit Freuden 100!
Nutzen Sie jeden Tag fĂŒr sich!

Ich wĂŒnsche Ihnen dabei viel Spaß.

Ihre Ilona Lindenau

Keynote Speaker, Trainerin und Kommunikations-Coach Ilona Lindenau
Mitglied verschiedener QualitÀtsgemeinschaften

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