PRESSEINFORMATION

Wie steht es um die Gleichberechtigung?
Fragen & Antworten zum Weltfrauentag am 8. März 2013

Ilona Lindenau (www.ilonalindenau.de), Ralf Schmitt (www.schmittralf.de), Monika Hein (www.monikahein.de)  und Markus Jotzo (www.markus-jotzo.com), alle TrainerInnen & Coaches  für Führungskräfte in den Bereichen Spontaneität, Stimme- und Sprechen, Kundenflüstern, Auftritt und Wirkung, Personality, Loslassen und Delegieren, beantworten aus Anlass des Weltfrauentags am 8. März 2013 Fragen zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

 

Brauchen wir einen Weltfrauentag?

Ilona Lindenau: Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass wir keinen brauchen. Der bringt uns Frauen in eine Sonderposition, in der viele von uns gar nicht sein möchten. Trotzdem scheint es manchmal so, als ob er nötig wäre, weil Frauen und Männer im Job leider oft nicht gleichgestellt sind. Dabei sollte anerkannt werden, dass sie zwar nicht gleich, aber in allen Lebensbelangen gleichgestellt sein müssen. Wenn es einen Weltfrauentag gibt, müsste es dann aber auch einen Weltmännertag geben.

Ralf Schmitt: Bei uns zuhause ist jeden Tag Weltfrauentag, weil ich mit drei Frauen, meiner Frau und unseren beiden Töchtern, zusammenlebe. Ich würde gerne immer dann, wenn ich mal etwas möchte, spontan den Weltmännertag einläuten. Das wäre ein guter Grund, um mich zuhause spontan einmal durchzusetzen. Klappt leider nur selten.

Monika Hein: Ich finde es gut, dass es diesen Tag gibt, aber auf keinen Fall sollten man eine innere Haltung wie ‚die bösen Männer’ kultivieren. Es geht doch viel mehr darum, die Stimme der Frau zu stärken, damit immer mehr Frauen den Mut finden, hörbar zu sein und ihre Anliegen selbst zu vertreten. Nur wenn Missstände wie Gewalt und Unterdrückung thematisiert werden, kann sich etwas ändern. Es geht darum, Dinge auf den Tisch zu legen und Lösungswege zu erarbeiten, damit Frauen eine starke Stimme erhalten.

Markus Jotzo: Auf jeden Fall. Frauen sind in vielen Bereichen nicht gleichberechtigt und werden schlecht behandelt. Aufmerksamkeit für dieses Thema tut also gut. Ein Tag im Jahr ist allerdings etwas wenig. Was uns eindeutig fehlt ist ein Welt- Mitarbeiter-Tag, denn viele Führungskräfte führen unprofessionell und Mitarbeiter, Frauen wie Männer, leiden darunter.

 

Gibt es im Job bereits eine Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen?

Ilona Lindenau: Grundsätzlich glaube ich, dass die Gleichberechtigung weit vorangeschritten ist. Schornsteinfeger, Maurer, Autoschlosser, Architekten, Metzger, um nur einige zu nennen, waren einst reine Männerberufe. Heute sind sie offen für Frauen. Auf Vorstandsebene sieht das jedoch häufig noch anders aus. Das liegt wohl daran, dass Frauen in Sachen Gehalts- und Positionierungsverhandlungen noch zur Zurückhaltung neigen. Um das zu verbessern hilft es, mehr auf sich selbst zu schauen, die eigene Persönlichkeit zu entdecken und mutig für sie eintreten. Klingt vielleicht ein wenig banal. Aber genau da liegt oft der Schlüssel bei Menschen, die zu mir ins Training kommen.

Markus Jotzo: Ich bin davon überzeugt, dass Frauen, die ihre Qualitäten zeigen, in sieben von zehn Fällen genauso gute Chancen haben, wie ähnlich qualifizierte Männer. Insgesamt gibt es in Deutschland aber noch keine Gleichberechtigung. Umso wichtiger ist es, sich selbst gut zu verkaufen, immer wieder ins Spiel zu bringen und hartnäckig dranzubleiben. Darin sind Männer oft stärker und bekommen daher auch oft den Zuschlag für einen Job oder das bessere Gehalt.

Monika Hein: Ich habe noch nie erlebt, dass mir ein Mann einen Job weggeschnappt hat. Trotzdem gibt es unter uns Trainern häufig das Phänomen, dass Männer die höheren Gagen nach Hause tragen. Oft sind wir Frauen aber selbst daran Schuld, weil wir uns nicht trauen, die gleichen Tagessätze zu fordern. Unser Fokus liegt häufig eher auf der Selbstverwirklichung und nicht auf der Kohle. Wen wollen wiralso anklagen? Ich nehme allerdings auch wahr, dass in zahlreichen Unternehmen tolle Frauen auf dem Vormarsch sind, um die „old boys“ (Christine Wolff) abzulösen. Da tut sich was.

Ralf Schmitt: Rund 80 Prozent derjenigen, die mich buchen sind Frauen, die in der Personalabteilung der Unternehmen entscheiden. Trotzdem glaube ich, dass es in Firmen noch keine Gleichberechtigung gibt. Ich persönlich arbeite sehr gerne mit Frauen zusammen. Es gibt einfach weniger Kompetenzgerangel untereinander. Frauen haben für mich bislang eher Entspannung zur Zusammenarbeit beigetragen

 

Brauchen wir eine Frauenquote?

Ilona Lindenau: Ich möchte gerne „Nein“ sagen. Das entspricht meiner Grundhaltung. Unsere Gesellschaft ist aber wahrscheinlich noch ein wenig zu verstaubt, um sie nicht zu benötigen. Da ist man in anderen westeuropäischen Ländern, besonders in Skandinavien, viel weiter. Gerne sehe ich sie nicht.

Markus Jotzo: Frauen in Führungspositionen halte ich grundsätzlich für eine sehr gute Idee, weil sie einen wichtigen Beitrag zu einem sozialeren, wärmeren Miteinander leisten. Das wiederum fördert die Produktivität eines Unternehmens. Aber bitte ohne Quote. Denn im Berufsleben ist in der Regel die Person erfolgreich, die sich gegen andere durchsetzt, ob Mann oder Frau. Oft sind es jedoch diejenigen, die besser für sich kämpfen und nicht die vermeintlich Qualifizierteren. Gewinnt dann der Bessere? Sich durchsetzen und kämpfen sind ja auch wichtige Qualitäten.

Monika Hein: Ich glaube, dass bereits die Androhung der Quote einiges in den Köpfen von Unternehmern bewirkt. Solange es noch nicht zum Selbstverständnis gehört, dass Frauen in allen Ebenen etwas zu sagen haben, ist es wohl der richtige Schritt, der sich aber hoffentlich bald erledigt haben wird.

Ralf Schmitt: Ganz ehrlich? Ich glaube nein. Ich habe im Oktober 2012 auf dem Medienforum in Mittweida eine Podiumsdiskussion zum Thema „Frauen im Chefsessel“ geleitet. Dabei gehörten auch viele erfolgreiche Frauen wie die Intendantin des MDR Prof. Dr. Karola Witte oder Unternehmerin Rena Bargsten nicht für eine Quote kämpften.

 

Was tragen Sie zur Gleichberechtigung von Frauen im Job und Alltag bei?

Ilona Lindenau: Ich halte zum Beispiel am 8. März einen Vortrag bei einem Networking Treffen der Women in Aerospace (WIA). Grundsätzlich ist eines meiner Vortrags- und Trainingsthemen „Bringen Sie Ihre Persönlichkeit zum Leuchten“. Das gilt sowohl für Männer ebenso wie für Frauen. Jeder sollte seine Ziele und Visionen klarer definieren und die eigenen Motivation immer wieder aktivieren. Ich biete aber auch spezielle Trainings und Coachings für Frauen an, da wir ja oft über andere persönliche Hürden springen müssen als Männer. Wichtig zu lernen ist, dass man als Frau Männer nicht imitieren sollte, sondern einen klaren Fokus auf die eigene Persönlichkeit legt. Dies gilt besonders für stark männerdominierte Branchen, wie zum Beispiel das Aerospace Business.

Ralf Schmitt: Ich bin zum Beispiel in diesem Jahr für eine große Frauenzeitschrift unter dem Titel „Total spontan! Wie Sie mit Improvisation Eindruck machen“ auf Vortragstour. Ich bewundere sehr, wie viel Frauen manchmal gleichzeitig handeln können. Männer haben oft einen Tunnelblick auf die eigene Karriere. Frauen bringen da viel mehr unter einen Hut. Wenn ich außerhalb des Hausputzes, den ich meiner Frau immer wieder gerne abnehme, mit meinem Know How dazu beitragen kann, dass sie erfolgreicher werden, dann gerne und jederzeit.

Markus Jotzo: Ich coache Frauen und Männer darin, einen besseren Führungsstil auszuüben. Für Frauen, die mehr Durchsetzungsfähigkeit benötigen, bieten Kollegen tolle Seminare und Workshops an.

Monika Hein: Ich biete Trainings an, in denen sie ihre Stimme entdecken und lernen, mutig Statements zu machen. Ich möchte damit das Bewusstsein wecken, dass Frauen ihre Fähigkeiten genauso „auf die Straße“ bringen können wie Männer. Sobald sie das Handwerk für Körper, Atem, Stimme und Sprachlaute erlernt haben, fällt es ihnen viel leichter, ihre Anliegen wirkungsvoll zu platzieren.

 

Kurzinfo zu unseren Experten:

Dr. Monika Hein (www.monikahein.de) trainiert Führungskräfte darin, ihre Sprechweise zu optimieren und Inhalte zu veredeln. Sie weiß, wie wichtig der Brustton der Überzeugung ist, um tolle Ideen auch gut zu vermitteln und, dass man dafür gar kein Megafon sondern nur ein wenig Übung braucht. Sie selbst trifft den richtigen Ton, egal ob sie ihre Stimme Madonna, Penélope Cruz, einer Schublade oder gar einer Alarmanlage leiht.

Ralf Schmitt (www.schmittralf.de) ist spontan und zeigt, wie das geht. Er lebt und lehrt die Kunst, spontan aus dem Bauch heraus zu entscheiden und hilft dabei, auf die eigenen Navituition® zu hören. Dabei vermischt er Business Know-How mit Erfahrungen aus dem Improvisations-Theater. Ferner ist er Autor des Buches „Ich bin total spontan, wenn man mir rechtzeitig Bescheid gibt“ und schreibt gerade an seinem zweiten Buch „Die Hölle, das sind die Kollegen“, das Ende 2013 erscheinen wird.

Ilona Lindenau (www.ilonalindenau.de) bringt die eigene Persönlichkeit zum Leuchten und zeigt, wie jeder zum Kundenflüsterer wird. In ihren Seminaren und Coachings lehrt sie, die eigenen Stärken klarer wahrzunehmen, Sichtweisen zu verändern. Weg vom Vergleich mit anderen, hin zum Glauben an eigenen Visionen und Ziele.

Markus Jotzo (http://www.markus-jotzo.com) weiß, dass man die Welt nicht immer selbst retten muss. Dafür hat man nämlich gute Mitarbeiter, wenn man delegieren kann. Am besten, man macht das wie ein Löwe. Der jagt nämlich nicht selbst, sondern lässt jagen und behält nicht nur den Überblick, sondern verteidigt als Oberhaupt des Rudels auch das Jagd-Revier gegen andere Löwen-Rudel.

 

Medienkontakt:

Mona Schnell Public Relations Avenariusstr. 15a
22587 Hamburg
Fon: +49 40 350 710 411
Mobil: +49 163 78 430 29
E-Mail: post@monapr.de

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