Kommunikationskiller und Power of Words!

Vor Kurzem wurde ich interviewt von der Careers Lounge-

CAREERS LOUNGE präsentiert Personalities:Keynote Speaker und Business Coach Ilona Lindenau über motivierende Kommunikation

Ilona Lindenau ist Botschafterin für motivierende Kommunikation. Ihre fundierten Vorträge, Seminare und Business-Coachings unterstützen die Teilnehmer darin, erfolgreich zu kommunizieren, ihre Persönlichkeit zum Leuchten zu bringen und überzeugend zu wirken. Als Trainerin, Business Coach, Keynote-Speaker und Business-Moderatorin ist sie national und international tätig. Seit mehr als 20 Jahren steht sie auf der Bühne und gehört seit 2010 zu den Top 100 von Speakers Excellence, seit 2009 ist sie Mitglied der German Speakers Association (GSA) und seit 2013 Emotion Coach.
CAREERS LOUNGE präsentiert Personalities: Ilona Lindenau
CAREERS LOUNGE: Frau Lindenau, Ihr Fachgebiet ist „motivierende Kommunikation“. Was genau verbirgt sich dahinter?

Ilona Lindenau: Menschen neigen dazu, sich eher in einem negativen Licht zu sehen, anstatt positiv über sich selbst zu denken oder zu sprechen. Das zu erkennen und aktiv zu verändern, ist eine der Grundlagen für motivierende Kommunikation. Wenn wir mit uns selbst nicht im Reinen sind, dann spiegelt sich das in Gesprächen. Um das zu ändern, lohnt es sich, dass wir die Einstellung zu uns selbst, zu unserem Gegenüber und zum gewünschten Resultat des Gesprächs ändern. Es ist wichtig, wieder gerne ins Gespräch zu kommen und echte Dialoge zu führen. Wenn wir uns für den Austausch mit anderen vorab öffnen und das in einem positiven Kontext, anstatt negativ oder kritisch zu denken, haben wir bessere Ergebnisse.
Einer meiner Ansätze der motivierenden Kommunikation legt zunächst den Fokus auf die eigene Persönlichkeit, um persönliche Stärken herauszuarbeiten. Ferner zeige ich Menschen, empathisch auf ihr Gegenüber zu schauen. Das schafft Leichtigkeit in der Kommunikation und wirkt motivierend. Ich vergleiche es gerne mit einem Geschenk. Wenn wir uns Zeit für eine kreative Idee bei der Verpackung nehmen die Übergabe dem Anlass anpassen, kommt es höchstwahrscheinlich besser an, als einfach so auf den Tisch gelegt.

Wer kommt zu Ihnen als Business Coach?
Meine Kunden sind sehr vielschichtig. Ich habe vom Firmenchef über das obere Management bis hin zur Sekretärin schon jeden gecoacht. Ob Großkonzern, mittelständische Firma oder Einzelpersonengesellschaft, beinahe jeder steht früher oder später vor dem Problem, dass Kommunikation Schwierigkeiten bereiten kann und nicht immer das gewünschte, positive Ergebnis erzielt. Aber auch Privatpersonen, die gerne ihr negatives Kopfkino umprogrammieren
möchten, buchen Coachings oder Seminare bei mir.
Die Entwicklung der Persönlichkeit, das Herausarbeiten individueller Stärken und die positive Ausrichtung für den Dialog mit anderen betreffen sowohl das Berufsleben als auch unseren privaten Alltag. Wer zu mir kommt, möchte an seiner Gesprächsführung arbeiten, neue Ansätze für gängige Standards finden, Kommunikationsfallen umgehen und Missverständnisse ausräumen. Oder einfach seine Präsentationen verbessern. Meine Vorträge biete ich auch à la carte an. Meine Ideen, Ansätze und Strategien lassen sich auf die Zielgruppe und die Branche maßschneidern.

Die Kommunikationslösung von Ilona Lindenau basiert auf dem Herausarbeiten individueller Stärken und der Intention, die Persönlichkeit jedes Einzelnen zum Leuchten zu bringen. Das Ziel: Lösungsorientierte, effiziente Kommunikation, die besonders im Businesskontext immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Wo setzen Sie an und was macht Ihren Ansatz einzigartig?
Ich bewege mich weg von Standards und hin zur Personalisierung von Kommunikation, die auf individuellen Stärken und Empathie für mein Gegenüber basiert, gewürzt mit einer Prise Leichtigkeit. Um für beide Gesprächsparteien befriedigend und effizient zu sprechen, ist es wichtig, mit Kopf, Herz und Leichtigkeit zu kommunizieren.

Wie gelingt es, im Berufsleben beispielsweise zwischen Führungskraft und Mitarbeiter motivierend zu kommunizieren?
Das Wichtigste bei der motivierenden Kommunikation ist immer die innere Haltung. Vorab geht es immer um die Ausgangsposition. Nehmen wir an, es geht um die Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Dann gibt es viele unterschiedliche Arten von Gesprächen: Handelt es sich um ein Briefing, ein Konfliktgespräch oder eine Zielerreichung? Bei allen sind die innere Haltung und Offenheit das Wichtigste. Die Motivationskiller sind für mich: Erstens Unklarheit und zweitens Interpretation. Einer dieser Faktoren kann jede mögliche, positive Kommunikation im Keim ersticken. Zum einen, wenn der Mitarbeiter nicht weiß, worum es geht, weil er zum Beispiel nicht aufmerksam war oder nicht richtig zugehört hat. Das führt dann zu Unklarheiten. Zu falscher Interpretation kommt es, wenn der Mitarbeiter glaubt, dass er es verstanden hat, oder glaubt, sich richtig ausgedrückt zu haben und gleichzeitig zu viel interpretiert hat. Wenn ich ein Ziel erreichen möchte, muss ich es so klar definieren, dass
jegliche Interpretation, die auf eine falsche Fährte führen kann, ausgeschaltet ist. Ich muss so ins Detail gehen, dass der andere weiß, was ganz genau gemeint ist und keine eigene Interpretation nötig ist. Dann gibt es noch ein Restrisiko, weil wir immer interpretieren. Wir sagen zum Beispiel: „Ja, ich weiß, was du meinst“, haben aber unsere völlig eigenen Bilder und Vorstellungen im Kopf. Motivierend kommunizieren kann man nur dann, wenn Klarheit im Raum ist und die
Interpretation so eingegrenzt ist, dass beide Gesprächspartner genau wissen, wovon sie sprechen.

Motivierende Kommunikation kann erst dann entstehen, wenn die zwei Killer, Unklarheit und Interpretation, im Blickgehalten und vermieden werden. Die Wortwahl und die innere Haltung sind das A und O der motivierenden Kommunikation.

CAREERS LOUNGE: Wie kann man seine innere Haltung positiv verändern?
Business Coach Ilona Lindenau: Indem geschaut wird, wie die eigene innere Haltung ist, und man ehrlich mit sich selber ist. Wenn ich mal gar nicht motiviert bin oder nicht gerne arbeite, dann habe ich eine echte Hürde. Wichtig ist tatsächlich den Blickwinkel aktiv jeden Tag zu ändern, wenn ich mir eine positivere Haltung wünsche. Das Glas ist halb voll und nicht halb leer. Letztlich ist es so simpel. Und weil es so simpel ist, wird es gerne übersehen. Aber der einzige der seine innere Haltung und sein Kopfkino ändern kann sind wir selbst. Ich sage immer gerne zu meinen
Kunden: Wer ist der Chef im Kopf/ in den Gedanken. Wir sind der Chef und entscheiden (mehr oder weniger unbewusst) immer was wir wie und worüber denken. Unsere Gedanken haben einen signifikanten Einfluss auf uns selbst. Studien zeigen, dass viele Menschen mit ihrer Arbeit nicht zufrieden sind. Sowohl beim Arbeitgeber als auch beim Arbeitnehmer gilt es, an der Haltung zu arbeiten. Ein Mitarbeiter, der innerlich gekündigt hat, stellt für das Unternehmen einen betriebswirtschaftlichen und finanziellen Schaden dar, vom volkswirtschaftlichen Schaden mal ganz abgesehen. Wenn der Mitarbeiter nicht motiviert ist, ist er nicht zu 100 Prozent
präsent. Es ist ein Irrglaube, dass wir den ganzen Tag hindurch motiviert sein müssen. Wir müssen auch nicht immer in unsere Arbeit „verliebt“ sein. Arbeit ist Arbeit. Jeder hat mal einen schlechten Tag. Jeder sollte sich vorab Gedanken machen, welche Art von Arbeit er ausüben möchte, und sich auch eventuell verändern. Der Arbeitgeber hat es erstmal generell nicht verdient, dass seine Mitarbeiter abbauen, weil sie mit dem Kopf immer woanders sind. Andersherum muss auch ein Chef oder eine Führungskraft menschengerecht mit seinen Mitarbeitern umgehen. Die zwischenmenschlichen Töne müssen einfließen. Ebenso wie Empathie, Aufmerksamkeit, Respekt und Anerkennung für die Zeit und Leistung des Mitarbeiters.

Motivierend, inspirierend, persönlich und leicht. So soll Kommunikation sein. Die Realität sieht leider häufig anders aus. In der Geschäftswelt wie im Privatleben stecken unsere Dialoge voller Missverständnisse und Zwischentöne, die falsch
gedeutet werden. Business Coach Ilona Lindenau findet: Höchste Zeit das negative Kopfkino umzuprogrammieren!

Welche Worte sind der Erfolgsschlüssel? Wie kann man seine Worte positiv verpacken?
Wichtig ist die Betrachtung der Worte und Sätze, die wir täglich in bestimmten Situationen aussprechen. Das sind die Hürden. Die Art, wie wir bisher kommunizieren, gilt es zu analysieren und zu schauen: „Was sage ich genau?“, „Was habe ich für Standardaussagen?“ Da liegt dann auch oft der Schlüssel, mit dem man erkennen kann, wo der Wurm drin ist. Ich arbeite in meinen Vorträgen und Trainings ganz viel mit Selbstreflexion. Die Teilnehmer sollen selber erkennen,
was sie besser machen können. Es ist wichtig, die eigenen Blockaden oder Grenzen herauszufinden und zu erkennen.
Sie selbst sind ja eine höchst erfolgreiche Persönlichkeit. Was ist Ihre persönliche Definition von Erfolg?
Erfolg ist für mich eine Zufriedenheit mit meinen 24 gelebten Stunden am Tag.
Können Sie uns verraten, ob Sie tägliche Routinen haben, die zu Ihrem Erfolg beitragen?
Ich versuche, immer wieder etwas zu verändern, damit ich nicht in so ewig gleichen Schemata bleibe. Mein Grundkonzept ist, so viel zu individualisieren wie möglich. Das mache ich auch mit mir selber. Es gibt Phasen, da motiviert mich in der täglichen Routine, dass ich morgens gerne aufstehe und XY mache. Aber ich bin nicht der Typ, der das dann zehn Jahre lang macht. Wenn ich merke, dass mir das nicht mehr gefällt, dann suche ich einen anderen Weg. Wenn man wie ein Trüffelsucher anfängt, aufmerksam mit sich zu sein, schaut, was einem Freude macht oder motiviert, entdeckt man eine Kraftquelle und kommt in einen natürlichen Flow und in eine Lebendigkeit. Sie werden dann automatisch die Dinge etwas verändern.
Was inspiriert Sie jeden Tag?
Die Neugierde am Leben. Das Interesse am Leben und an anderen Menschen. Mit Menschen zu arbeiten und Menschen zu inspirieren. Das ist für mich das größte Geschenk. Immer wieder an mir zu arbeiten und neue Sachen zu sehen. Genauso freue ich mich, wenn andere brillant sind.

In den Trainings und Vorträgen von Business Coach Ilona Lindenau verändern die Teilnehmer zunächst einmal die Einstellung zu sich selbst. Wer seine individuellen Stärken mit verneinenden Glaubenssätzen bereits zugeschüttet hat, lernt negativen „Self-Talk“ in einen motivierenden Energiespender zu verwandeln.

Falls Sie einmal einen Misserfolg erleben, wie gehen Sie damit um?
Ich bin nicht so blauäugig, was das Leben angeht, da ich weiß, dass es morgen schon vorbei sein kann. Egal, wie schlimm es in meinem Leben war, bin ich immer wieder aufgestanden. Aber nicht aus der Power heraus, sondern immer, um den individuellen Weg zu finden, der dann auch gut für mich ist. Das zeichnet mich auch in meinen Trainings aus, dass ich unglaublich gut hinsehen kann, wenn ich mit Menschen zusammenarbeite. Ich sehe und spüre sehr gut, was die Gruppe oder der Kunde braucht, weshalb ich ihn auch gut unterstützen kann und so die Persönlichkeit des Kunden zum Leuchten bringen kann. Ich habe zum Beispiel ein Training, das hat den Titel „Bringen Sie Ihre Persönlichkeit zum Leuchten“. Ich helfe den Leuten, ihre eigenen Potentiale wieder besser sehen zu können und so in ihre eigene Kraft zu kommen. Das ist vielleicht mein Erfolgsrezept. Das Leben hat mich in einer Art dankbar geformt, dass ich jetzt meinen Job gut machen kann.
Welche drei Bücher sollten erfolgreiche Persönlichkeiten unbedingt lesen?
„Weniger bringt mehr. Die Kunst, sich auf das Wesentliche zu beschränken“ von Leo Babauta.
„Die Gaben der Unvollkommenheit. Leben aus vollem Herzen“ von Brene Brown.
„Die stärkste Marke sind Sie selbst! Schärfen Sie Ihr Profil mit Human Branding“ von Jon Christoph Berndt.
Was lesen Sie selber gerade?
„Mach mich glücklich: Wie Sie das bekommen, was jeder haben will“ von Boris Grundl.
Welche Werkzeuge und Methoden nutzen Sie, um eine möglichst hohe Produktivität zu erreichen?
Ich arbeite extrem unterschiedlich in der Zeitintensivität. Es gibt Phasen, da arbeite ich ganz viel, dann mache ich wieder mehr Pausen. Ich achte darauf, was ich im Moment gerade brauche. Ich entscheide immer, was gerade die Priorität Eins und was Priorität Zwei ist und wieviel Zeit ich investieren möchte. Das ist auch ein gewisses Zeitmanagement. Wenn sich aufgrund äußerer Umstände Termine verschieben, kann sich daraus manchmal auch etwas Gutes entwickeln, das ist gerade dann der Fall, wenn man etwas Neues entwickelt. Ich bin gerade dabei, ein neues Unternehmen aufzubauen, und dabei ist wirklich Flexibilität gefragt.

Ilona Lindenau – The Final Five

1. Welches Lebensmotto beschreibt Sie am besten?
Die 24 Stunden am Tag wirklich leben.
2. Wie beginnt für Sie ein erfolgreicher Tag?
Damit, dass ich Freude habe, dankbar bin und mit Spaß arbeiten kann.
3. Bei der ersten Begegnung: Worauf achten Sie bei einem Menschen zuerst?
Auf die Gesamterscheinung, die Ausstrahlung, die Augen.
4. Verraten Sie uns, auf welchen Gebrauchsgegenstand Sie nicht mehr verzichten möchten?
Der Umgang mit dem Internet. Und seit kurzem meinen Mixer für Smoothies.
5. Welches Geschenk sollte man Ihnen niemals machen?
Falsche und nicht ernst gemeinte Komplimente.
Vielen Dank für Ihre interessanten Antworten. Wir wünschen Ihnen weiter viel Erfolg.

Weitere Infos und Links:
www.ilonalindenau.de
www.coachingausbildung.academy
www.onlifeclasses.academy

 

Link zum Interview

Das Interview als PDF PDF: Careers Lounge Interview Ilona Lindenau motivierende Kommunikation

Share This