Körpersprache in Präsentationen und Vorträgen – Teil 1

Körpersprache in Präsentationen und Vorträgen – Teil 1

Wir wirken auf unser Publikum, noch bevor wir das erste Wort gesprochen haben. Denn – so enttäuschend das für Menschen sein mag, die besonderen Wert auf Inhalte legen – die Körpersprache macht die Musik. Egal, wie lange ein Vortrag dauert, entscheidend sind die ersten Sekunden. Wie betreten Sie den Raum? Wie füllen Sie ihn – im übertragenen Sinne – aus? Was tun Ihre Hände während des Vortrags? Wie schnell oder langsam sprechen Sie? Wohin geht Ihr Blick? Unabhängig vom eigentlichen Inhalt Ihres Auftritts können Sie durch Ihre Körpersprache die Zuhörerschaft für sich einnehmen – oder gleich zu Anfang verlieren.  Stehen Sie im Leben? So überraschend es klingt: Selbst das richtige Stehen will gelernt sein, auch im Erwachsenenalter. Überlegen Sie einmal kurz: Wie stehen Sie üblicherweise bei einem Vortrag? Nehmen Sie die Raum- oder Bühnenmitte für sich ein oder verkrümeln sie sich lieber in die hinterste Ecke, am besten so, dass Sie niemand sieht? Schultern zurück, Brust raus, mit beiden Füßen Bodenhaftung spüren – kommt Ihnen das bekannt vor oder bringt Sie allein die Vorstellung davon ins Schwitzen? Trifft Letzteres zu, sollten Sie zunächst an Ihrem „Standpunkt“ arbeiten. Aufrechte Haltung mit leicht nach hinten gestreckten Schultern und einer geraden, dem Publikum zugewandten Kopfhaltung, so treten Sie Ihrem Publikum souverän entgegen. Fühlen Sie den Untergrund unter Ihren Füßen und spüren Sie dadurch eine angenehme Bodenhaftung, aber bleiben Sie nicht wie angewurzelt stehen: Beim dezenten Abschreiten der Bühne nehmen Sie die Zuhörer auf Ihre gedankliche Reise mit. Dynamische Bewegungen signalisieren Lebendigkeit und lenken die Aufmerksamkeit auf Sie. Mumien gehören ins Museum, seien Sie also aktiv, aber vermeiden Sie Hektik. Wer auf der...

Auftritt und Wirkung

Souverän, authentisch und wirkungsvoll auftreten, kommunizieren und erfolgreich präsentieren – das wollen wir Alle. Doch oft scheitern wir daran, wirken hilflos und unsicher, verzetteln uns oder bringen einfach nicht das „rüber“, was wir uns vorgenommen haben. An mangelnder Vorbereitung liegt das meist nicht. Das Thema ist gut recherchiert, alle Fakten sind geprüft, der Vortrag ist klug und mit größter Sorgfalt ausgearbeitet… Und doch: Der Live-Auftritt vor Publikum gelingt nicht. Auf den Gesichtern der Zuhörer macht sich Desinteresse oder Verständnislosigkeit breit, wir haben Hemd oder Bluse durchgeschwitzt und schwören uns, so bald nicht wieder vor Publikum zu sprechen oder am besten sowieso nie, nie wieder. Der Frust sitzt tief. Das muss nicht sein. Denn mit einigen, von jedermann und –frau erlernbaren Regeln und Methoden kann jeder öffentliche Auftritt zur lustvollen Erfahrung werden – für die Vortragenden wie für die Zuhörer gleichermaßen. Bei den Inhalten und Themen macht Ihnen niemand etwas vor: Hier sind Sie der Experte oder die Expertin. Zu einem gelungenen Vortrag gehört aber auch eine weitere Dimension – die nonverbale, denn Ihr Körper ist niemals stumm. Sie reden mit Ihrem Publikum, auch wenn Sie nicht sprechen. Die stolz gereckte Brust, die nach vorn fallenden Schultern, der forsche Gang, der angenehme Tonfall … All dies sind wichtige Kommunikationsmittel, mit denen Sie auf Ihre Zuhörer wirken. Der Körper verrät unsere wirklichen Gefühle, wer wir sind und was wir eigentlich wollen. Die Reaktion darauf erfolgt meist unbewusst und ist daher enorm machtvoll. Kurz: Mit Ihrem Körpereinsatz können Sie Ihren Auftritt beflügeln oder aber ruinieren. In loser Folge stelle ich Ihnen auf diesem Blog darum die wichtigsten Körpersprache-Tipps für einen gelungenen Auftritt...

Lächeln Sie

So wie in meinem letzten Bogbeitrag, mit dem „Danke sagen“ , beschrieben, ist der nächste Step, das nächste Geschenk das auf Sie wartet, die positive Erfahrung wenn Sie mehr lächeln. Aber Achtung – nicht in kritischen Situationen, das ist eine Eigenart vieler Menschen, wenn etwas ganz schwierig ist, lächeln sie. Gerade im Beruf. Leider werden Sie dann nicht ernst genommen. Heute spreche ich vom alltäglichen kleinen Lächeln. Das beginnt am Besten mit Ihnen selbst. Also: Sie stehen morgens auf und es ist so richtig mies draußen. Der Kaffee ist leer…. und der Spiegel ist auch nicht nett heute. So: was nun. Schauen Sie noch einmal hin, was gibt es Schönes? Es ist da! Ist es vielleicht Ihr Kind, das Sie tief innen sehr lieben? Ihr Partner? Ist es Ihr bezauberndes Haustier? Eine kleine Blume auf dem Balkon? Nichts da? Mhm…., haben Sie sich vor Kurzem etwas Schönes gekauft? Oder ein schönes Buch gelesen? Oder gibt es eine schöne Musik? Dann schauen oder hören Sie dort hin. Oder- versuchen Sie, jetzt während Sie es lesen, folgendes: denken Sie an einen wirklich schönen Moment in Ihrem Leben. …  Na …  Ihren ersten Flirt … als Sie Ihr Kind das erste Mal im Arm hatten … sehen Sie, ich glaube Sie haben gerade gelächelt. Jetzt spüren Sie es vermutlich auch im Körper. Nehmen Sie diesen Eindruck mit  auf Ihre Reise in den Alltag. Zum Beispiel: Sie laufen zur U Bahn und sehen einen alten Herren oder eine alte Dame. Lächeln Sie und sagen einfach mal „Guten Tag oder Grüß Gott“. Gerade ältere Menschen sind oft sehr dankbar und reagieren prompt. (Versuchen Sie...